Das Meer ist hier lebendig, es steigt an, geht zurück und formt die Landschaften.
Hier ein paar Erklärungen, um das Küstengebiet von La terre des 2 caps bestmöglich zu nutzen.
Die Gezeiten verstehen
Stellen Sie sich die Erde als einen großen, mit Wasser gefüllten Ballon vor.
Die Schwerkraft des Mondes zieht das Wasser an, was einen Anstieg des Wasserspiegels bewirkt, den man Flut nennt. Andererseits treibt die Schwerkraft der Sonne das Wasser weit vom Mond weg, was ein Sinken des Wasserspiegels mit sich bringt, das als Ebbe bezeichnet wird.
Die Gezeiten sind ein täglicher Zyklus und ihre Höhe ändert sich nach der räumlichen Anordnung von Sonne, Mond und Erde. Je mehr die drei Gestirne in einer Reihe sind, desto größer die Tide.
Hinzurechnen muss man außerdem die Zentrifugalkraft, die mit der Drehung der Erde um sich selbst zusammenhängt. Die Zentrifugalkraft erklärt, warum es zwei Gezeiten pro Tag gibt.
Wenn Sie den Sentier du Littoral oder GR®120 nehmen: begehen Sie in den 2 Stunden vor und nach dem Hochwasser nicht die Strände. Manche Abschnitte dieses Weges verlaufen über den Strand und sind bei Flut unzugänglich. Die Zeiten von Ebbe und Flut finden Sie auf https://maree.info
Die Dünen schützen
Dünen entstehen an der Grenze zur offenen See.
Die vom Wind angetriebenen Sandkörner häufen sich an, indem sie sich auf jedem geringsten Hindernis (Pflanze, Felsen) absetzen und einen ersten Hügel bilden, auf dem ans Milieu angepasste Pflanzen wie Wolfsmilch oder Strandhafer wachsen. Diese Vegetation trägt zur Stabilisierung des Sandes und zur Entwicklung der Düne bei.
Warum die Dünen geschützt werden müssen:
- Sie stellen einen natürlichen Schutz gegen Überschwemmungen dar, da sie das Wasser daran hindern, ins Landesinnere vorzudringen. Der Dünenstreifen schützt beispielsweise das Sumpfgebiet von Tardinghen.
- Sie sind ein Zeugnis der Geologie und Naturgeschichte von Jahrzehnten, Jahrhunderten, ja sogar Jahrtausenden.
- Sie beherbergen eine spezifische Flora und Fauna, Hunderte von Pflanzen- und Tierarten finden hier Zuflucht.
- Man findet dort zahlreiche Überreste aus dem 2. Weltkrieg (Bunker, Stacheldraht). Bleiben Sie zur Ihrer eigenen Sicherheit auf Distanz.
Einfache Verhaltensweisen, um die Dünen zu schützen:
- Den markierten Wegen folgen und auf ihnen bleiben: So kann man die Landschaft genießen und diesen Lebensraum entdecken, ohne ihm zu schaden, mit Rücksicht auf die Artenvielfalt.
- Die Vegetation bewundern, ohne sie zu pflücken: Diese empfindlichen Pflanzen spielen eine wichtige Rolle, denn sie halten den Sand zusammen, sodass er in der Düne bleibt.
- Begleittiere gut beaufsichtigen: Die Vögel, Amphibien und Insekten, die sich hier niedergelassen haben, brauchen Ruhe, um sich fortpflanzen und gedeihen zu können.
Seinen Müll wieder mitnehmen: Schützen Sie dieses Milieu, indem Sie es bei Ihrem Spaziergang sauber halten; denken Sie daran, Ihre Lebensmittelreste, Zigarettenstummel etc. wieder mit nach Hause zu nehmen.
Die Badeflaggen richtig einordnen, um beim Baden sicher zu sein.
Im Juli und August werden die Strände in Ambleteuse (10 Uhr – 19 Uhr) und in Wissant (12 Uhr – 19 Uhr) täglich überwacht. Werfen Sie vor dem Baden einen Blick auf die Farbe der Badeflagge:
Grüne Flagge: Badeaufsicht vorhanden, Baden erlaubt
Gelbe Flagge (als Ersatz für die orange Flagge): Badeaufsicht vorhanden, Baden erlaubt, aber gefährlich
Rote Flagge: Baden verboten
Violette Flagge: Wasserverschmutzung oder Präsenz gefährlicher Wasserlebewesen (z. B. Quallen)
Schwarzweiße Flagge: Steht für eine Wassersportzone, in der Baden verboten ist
Rotgelbe Flagge: Abgrenzung der überwachten Badezone